
Frühe Volkswagen-Modelle können über die Heckscheibe gesteuert werden. Die Autos mit geteilten Fenstern waren die ersten, die von 1948 bis weit in das Modelljahr 1953 hinein verkauft wurden. Sie stellten eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Prototyp dar, der überhaupt keine Heckscheibe hatte.
Volkswagens erstes Jahr
Heinrich Nordhoff wurde 1948 Chef von Volkswagen und erhielt die Verantwortung für den Aufbau der Automobilproduktion nach dem Krieg. Volkswagen war damals noch eine kleine, unbekannte Fabrik, deren Autos den Experten kaum Marktchancen einräumten. Nordhoff wollte die Marke zu einer großen Automarke machen und schmiedete völlig neue Pläne für Produktion und Marketing. Er wollte auf 2 Grundmodelle setzen. Es sollte Produkte von hoher Qualität geben und von den Autokäufern gut angenommen werden. Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, musste er auch in Exporte in andere Teile der Welt investieren – darunter auch in die USA. Der Start war schwierig. Das erste Auto, das man über den Atlantik nahm, musste verkauft werden, um die Hotelrechnung zu bezahlen. Das Interesse an dem Auto war erschreckend gering. Die Rede ist von Fahrzeugen mit geteilter Heckscheibe – „Split Window“.





Modellnachverfolgung
In den Anfangsjahren wurden mehrere Änderungen am Modell vorgenommen, von denen jedoch nur wenige von außen sichtbar waren. Erstmals erhielt das Modell von 1948 die charakteristische Nase an der Motorluke, wo die Nummernschildbeleuchtung sitzt. 1951 erhielt das Modell ein Wolfsburg-Emblem auf dem vorderen Kofferraumdeckel. Im Jahr 1952 wurde der Griff der Motorabdeckung T-förmig statt L-förmig. 1953 erhielten die vorderen Seitenfenster dreieckige Lüftungsfenster. Ab März 1953 erhielt das Modell eine leicht gewölbte vollovale Heckscheibe.





Zu den Bildern
Die Fotos der schwarzen Autos – des Modells von 1950 und des Modells von 1952 – entstanden auf einer Autoausstellung im Folkemuseet. Auch das grüne Modell von 1953 war dort zu sehen. Das Foto entstand bei der Ausfahrt. Die beigen Autos wurden in zwei verschiedenen Jahren auf der Oslo Motor Show fotografiert. Das Auto im Ratten-Look entstand 2017 auf der Volksworld-Ausstellung auf der Sandown-Rennbahn in England.
Hebmüller




Sowohl Hebmüller als auch Karmann hatten für Volkswagen eine Cabriolet-Lösung entwickelt. Bei Hebmüller wurde das Auto zu einem 2+2-Sitzer mit Stauraum für das Verdeck, wenn es geöffnet war. Karmann entwarf ein Verdeck mit vier Fenstern, die außen am Fahrzeug heruntergeklappt wurden und so sowohl die Rücksitze als auch den kleinen Kofferraum im Heck ermöglichten. Daher erhielt Karmann die Zustimmung von Volkswagen. Hebmüllers elegante Lösung wurde nicht in großen Stückzahlen produziert. Laut Wikipedia erhielt das Unternehmen einen Auftrag von Volkswagen über 2000 Fahrzeuge, konnte aber aufgrund eines Großbrandes im Werk nur 696 Autos herstellen, bevor es 1952 Konkurs anmelden musste. Hebmüller-Fahrzeuge sind nicht nur außergewöhnlich schön, sondern auch sehr selten.
Dort Wiger Coupé
„Hebmüller“, dachte ich, als ich diese Coupé-Variante sah. Hebmüller baute stilvolle frühe Volkswagen Cabriolets mit geteilter Heckscheibe. Dieses „Wiger Coupé“ wurde 2009 in einem Exemplar bei den norwegischen Hammerwerken auf Basis eines Volkswagen von 1952 gebaut und ist meiner Meinung nach eindeutig vom besten Hebmüller inspiriert.

Zu den Bildern
Die Bilder des schwarz-weißen Autos mit offenem Verdeck wurden beim Hobby Vehicle Day in Hof 2022 aufgenommen. Das Bild eines grauen Autos mit offenem Verdeck entstand bei einem Aircooled-Treffen in Tossa de Mar, Katalonien in Spanien. „Der Wiger Coupé“ wurde auf der Oslo Motor Show 2023 ausgestellt.
Ein Roadtrip im Jahr 1964

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