Kadett B Limousine

Als Opel den Weg zeigte
Ich wünschte, die heutigen Opel-Designer könnten einen Blick zurück auf ihre amerikanische GM-Ära werfen. Die Opels aus den 60er und 70er Jahren sahen fantastisch aus. Nehmen Sie zum Beispiel den Kadett B. Kleine, günstige Autos, die als Familienautos genutzt wurden. Das Modell erschien im Jahr 1965 und wurde im Modelljahr 1973 produziert. Es konnte in vielen Varianten geliefert werden, beispielsweise als 2- und 4-türige Limousine, 3- und 5-türiger Caravan (Kombi), 2- und 4-türiger Fastback- und die zuvor beschriebenen Coupé-Modelle.

„Strohkadett“
Motorisch waren die meisten Kadetts mit einem 1100 S-Motor ausgestattet, der 55 PS leistete. Wir nannten den Kadett B den „Stroh-Kadett“, weil das Auspuffrohr dünn und gerade war, wie ein Strohhalm, und beim Gehen ein Strohhalmgeräusch erzeugen konnte. Kadett sind einfache Autos. Kostengünstig in der Herstellung und kostengünstig im Unterhalt. Es ist lange her, seit ich das letzte Mal einen Kadett B gefahren bin, aber ich erinnere mich, dass der Sitzkomfort in Ordnung war und ich den 1100er-Motor für die damalige Zeit als „völlig in Ordnung“ empfand.


1900 mit Fries
Im Motorraum des Kadett B ist viel Platz. Man konnte ihn mit allen damaligen 4-Zylinder-Motoren von Opel bekommen. Am teuersten war der 1900er-Motor mit 90 Pferden. Wenn Sie ein Coupé mit 1900 S-Motor finden, haben Sie ein Traumauto aus dieser Zeit.
Zu den Bildern der Kadett Limousine
Die beiden grünen Autos sind unterschiedlich. Eines wurde in Årnes anlässlich der „Motordilla“ 2022 fotografiert, das andere in den Pyrenäen-Orientales in Frankreich. Das hellbeige Auto war 2025 auf der Osloer Automobilausstellung zu sehen. Das rote Auto wurde bei einem Autotreffen in Nebbenes an der E6 bei Eidsvoll fotografiert.
Kadett B Coupé

Mit und ohne Kiemen
Das Opel Kadett Coupé ist in zwei Varianten erhältlich. In Deutschland wurde die Coupé-Variante aufgrund der an Fischkiemen erinnernden Lüftungsschlitze hinter den Seitenfenstern scherzhaft „Kiemen-Coupé“ genannt. Hier sind deutliche Parallelen zu den amerikanischen Coupés der 60er-Jahre erkennbar. Nach 1970 erhielt das Kadett Coupé ein überarbeitetes Design der 70er-Jahre – robust und ganz im Stil amerikanischer Fahrzeuge dieser Zeit. Als das neue Modell auf den Markt kam, dachte ich… am war härter als das Kiemen-Coupé, – aber jetzt im Nachhinein bin ich mir nicht mehr sicher. Das eine strahlt den Stil der 60er Jahre aus, das andere den 70er-Jahre-Stil – beide sind vom amerikanischen GM inspiriert.





Der Opel Kadett wurde häufig im Rallyesport eingesetzt. Dabei handelte es sich um für den Motorsport umgebaute und aufgerüstete Autos. Opel baute aber auch eine eigene Variante, den Kadett Rallye. Laut damaliger Werbung verfügte er über zwei Solex-Vergaser, Tausendstelmesser, Radialreifen, gelochte Felgen, Drehzahlmesser, Amperemeter, Öldruckmesser und eine Sportauspuffanlage.
Zu den Bildern des Kadett Coupés
Die Fotos des roten Autos mit „Kiemen“ wurden bei einer Auto-Rallye in Canet-en-Roussillon im Süden Frankreichs aufgenommen. Die orangefarbene Kadett-Rallye wurde auf der Galoppbahn Øvrevoll außerhalb von Oslo ausgetragen. Die rote Coupé-Edition der Serie 2 wird vor einer Autowerkstatt in Øyer fotografiert.
Federung Variflex
Eine kleine Kuriosität am Rande: Das rote Kadett Coupé mit französischen Kennzeichen war mit Variflex-Federung ausgestattet. Französische Autokäufer bevorzugten Fahrzeuge mit weicher Federung. Frühe Versionen (vor dem Modelljahr 1968) hatten Blattfedern an der Hinterachse. Damals waren die Schlaglöcher auf schlechten Straßen deutlich spürbar. Daher konnten französische Kadetts mit Schraubenfedern an der Hinterachse ausgestattet werden – der sogenannten Variflex-Federung. Ab 1968 erhielten alle neuen Kadett-Modelle eine verbesserte Hinterachsfederung.

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