Gebaut für feine Replika-Autos

In Spanien ist eine aus mehreren Einheiten bestehende Polizei gegen ein kleines Unternehmen vorgegangen, das Nachbauten von Ferraris und Lamborghinis baute. Sie verhafteten drei Männer, schlossen den Laden und werden nun die noch nicht verkauften Autos zerstören.

 

Razzia bei gefälschten Supersportwagen

Es ist in der EU nicht verboten, Replika-Autos zu bauen und zu verkaufen. Auch um das Geschäft im kleinen Industriegebiet außerhalb von Sils, südlich von Girona, dürfte es keine Geheimnisse gegeben haben. In einem Leserbeitrag in der lokalen Online-Zeitung heißt es, dass die Leute herzlich eingeladen seien, sich die Produktion von innen anzusehen. Als die Anziehvorgänge abgeschlossen waren, wurden sie online veröffentlicht – als Replikate – sonst nichts. Es gibt tatsächlich einen beliebten Markt für Replikate wie diesen.

Der Kampf gegen Piraterie

Dieser Fall begann tatsächlich in Benidorm, wo die Polizei einen Bericht über einen Ferrari-Nachbau erhielt – einen Nachbau, der so gut gemacht war, dass man ihn mit einem Original verwechseln konnte. Es verfügte über authentische Details wie Instrumentenskalen, Aufkleber und Logos. Das Auto konnte auf die erfahrenen Replikabauer in Sils zurückgeführt werden. Sollte eine Replik sein für Wie im Original ist die Polizei gezwungen zu reagieren. In der EU wird jegliche Piraterie streng bekämpft. So mancher Ladenbesitzer mit gefälschten Louis-Vuitton-Taschen und Rolex-Uhren im Hinterzimmer hat es schon erlebt ist.
 
In eigenen Videoclips der Polizei sind verschiedene Spenderautos zu sehen, darunter Toyota Celica, Peugeot RCZ bzw. 406 Coupé, Ford Probe und Pontiac Fiero. Dabei handelt es sich bei weitem nicht um einen Standard-Replika-Bausatz, der zum Einsatz kommt – hier sind die Autos auf geradezu künstlerische Weise geformt. Der Fund vorgedruckter Embleme, Logos, Instrumentenhintergründe und Lederdetails durch die Polizei ist ein entscheidender Beweis für den Vorwurf der Piraterie.
 
Der Preis für fertige Autos liegt bei über 40 Euro. So viel Ferrari bekommt man dafür nicht einmal in Spanien – aber die Summe belief sich immer noch auf ein anständiges Auto.

 

Frontmotor und Vorderradantrieb. Hier ein 2,5 V6, wahrscheinlich in einem Ford Probe-Spenderauto.

Wie cool ist das?

Der Motor – der angeblich ein V8 oder V12 sein soll, ist nur eine Fälschung – wie eine Kulisse. Der richtige Motor ist eingebaut für ein. Wir sehen unter anderem einen 1,8-Liter-Toyota-VVT-i-Motor, einen Ford Duratec 2,5 V6 und einen 2-Liter-Peugeot-Motor – Quermotoren, die die Vorderräder antreiben. Der Toyota Celica, der Ford Probe und das Peugeot 406 Coupé sind ordentliche Autos zum Fahren, bieten aber natürlich ein völlig anderes Fahrerlebnis als die italienischen Dons mit Mittelmotor.
 
Die Repliken sehen Auf jeden Fall überraschend echt aussehend, und sie ist zu hören sieht tatsächlich aus wie ein Ferrari. Ausreichend, um die bewundernden Blicke des Publikums zu genießen. Dann hilft es vielleicht nicht, dass das Fahrerlebnis nicht ganz so ist, wie es sein sollte.

- Würden Sie sich täuschen lassen?

Oder wie wäre es mit einem spritzigen Peugeot-Motor?
Anständige Körperteile.

Sehen Sie sich das Polizeivideo vom „Tatort“ an.

 

Beliebte Spender für Ferrari-Repliken. Ford Probe so weit das Auge reicht.

 

Siehe auch

Nachbau des Mercedes 540K
Pontiac MERA
Jaguar C-Type-Feier mit Nachgeschmack

 

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