Es sah aus wie das Auto des Spökelsekladden oder der B-Gang. Es hatte einen rauen, unkultivierten Motorsound. Nicht so gemütlich wie der Buick, mit dem ich kürzlich eine Reise gemacht hatte.

Die Beschreibung des Simca Vedette stammt aus meiner eigenen Erinnerung als Junge um 1970. Ein Nachbar kam täglich mit seinem Simca V8 an unserem Haus vorbei. Von vorne konnte man den Motor gut hören. Es hatte eine scharfe und unkultivierte Geräuschkulisse – wie das Geräusch eines Oldtimers.
Ich hätte vielleicht hinzufügen können: - Wie ein alter Mann Ford.
Beim Simca V8 handelt es sich um die Überreste, nachdem der amerikanische Ford kurz nach dem Krieg versucht hatte, sich auf französischem Boden zu etablieren. Der Motor, den sie für das Projekt mitgebracht hatten, war eine verkleinerte Version von Fords seitlich belüftetem Flachkopf-V8 aus den frühen dreißiger Jahren. Eine historische Automobillegende. Als Simca 1954 den Kombi von Ford übernahm, entwickelte man den Motor weiter, unter anderem durch Vergrößerung der Hublänge und Erhöhung der Verdichtung. Mit 2,4 Litern (143 Kubikzoll) und 84 Pferden gilt er immer noch als einer der kleinsten in Serie produzierten V8-Motoren der Welt. Gleichzeitig lieferte Ford in den USA nun auch Autos mit dem neuen V8-Motor, dem sogenannten Y-Block-Motor, mit hängenden Ventilen (OHV).
Französische Automobilgeschichte
Bei den Autos auf den Bildern handelt es sich um Simca Vedette Serie 2, die 1958 auf den Markt kam. Simca führte neue, rein französische Modellnamen ein Beaulieu og Chambord. Sie wurden zu Prestigeautos, die den teuren Citroën DS-Modellen ebenbürtig waren. Es wurde sogar eine separate Präsidentenausgabe erstellt. Insgesamt wurden zwischen 62 und 000 1958 Vedetter produziert. Dann wurde das V1961-Projekt endgültig gestoppt. V8-Motoren würden die europäischen Flotten nie dominieren.
Ich habe den burgunderroten Beaulieu bei einem Autotreffen in Canet-en-Roussillon im Süden Frankreichs gesehen. In dieser Region sind Vedetter genauso selten wie bei uns zu Hause. Während ich fotografierte, kam ein grauhaariger Herr mit entschlossenen Schritten auf das Auto zu. Er blickte auf die Modellbezeichnung auf der Heckscheibe und rief voller Freude:
„- Ahh, Beaulieu!!!“
Die beiden patinierten Autos in der Bildergalerie stehen auf einem Privatgrundstück bei Sando in der Gemeinde Holmestrand. Früher gab es dort eine alte Tankstelle. Ich vermute, dass die Autos an die Station angeschlossen wurden.
- Überbleibsel aus der Zeit, als es auf norwegischen Straßen Vedetters gab.
Simca Beaulieu in Bildern








Fakten über Simca Beaulieu
Über das Modell
Produktionsjahr: 1958-61
Länge: 4,70 Meter
Breite: 1,77 Meter
Motor
Seitlich belüftet, V8.
Hubraum: 2351 ccm / 143 ci
Leistung: 84 bei 4800 U/min
Drehmoment: 152 Nm bei 2750 Umdrehungen
täglich Präsidentschaft von Simca Vedette gehörte General De Gaulle. Das Auto wurde unter anderem von Königin Elisabeth, dem Schah von Iran und John F. Kennedy genutzt. Hier wird es 2013 in Paris versteigert. Die französischen Behörden verlangten, dass das historische Fahrzeug auf französischem Boden verbleibt. Und der Bonus? Es kostete 117 € (französischsprachig).




Hallo Terje, wo sind die beiden Autos, die du weiter oben auf deiner Seite zeigst?
Was für ein Anruf
Sie standen am Sandebuktveien, der Straße von Sande in Vestfold nach Svelvik. Ein Leser erzählte mir, dass es dort früher eine Tankstelle gab. Doch nun wurden die Autos leider entfernt.
ok, danke für die Antwort