
Im Weihnachtsfilm „Hilfe, es ist Weihnachten!“ begleiten wir die Familie Griswold bei den Vorbereitungen für ein ausgelassenes Weihnachtsfest für die gesamte Verwandtschaft. Dann taucht ein Fahrzeug auf, das die Neugier vieler weckt.
Cousin Eddie
Für den Familienvater scheint einfach alles schiefzugehen. Clark Griswoldgespielt von Chevy ChaseEs wird nicht besser, als Cousin Eddie mit der ganzen Familie in einem klapprigen Wohnmobil auftaucht. Schließlich lebt die Familie dauerhaft in dem Fahrzeug, da Eddie seine Farm und sein Land verkaufen musste. Natürlich finden sie bei den Griswolds ein liebevolles Zuhause – und im Gegenzug sorgt Cousin Eddie dafür, dass Clark seinen größten Weihnachtswunsch erfüllt bekommt.

Wir bekommen Eddies Wohnmobil nur kurz zu sehen. Es ist ein Ford Condor II von 1972 (oder 1973) – damals als Luxus-Camper vermarktet. 1989, als der Film Premiere feierte, war der Wagen höchstens 17 Jahre alt und sähe kaum so abgenutzt aus, wie es im Film den Anschein hat. Angeblich war er in gutem Zustand, als das Filmteam ihn kaufte, also mussten sie ihn künstlich mit Rost, Schmutz und Dellen versehen. Nach den Dreharbeiten wurde er für 7.500 Dollar an ein Paar verkauft und von Arizona nach Georgia gefahren, wo er gelegentlich auf Oldtimertreffen auftaucht – mit einem Weihnachtskranz vorne drauf und dem „Shitter’n“-Schlauch, der seitlich am Auslauf hängt.
Ford Transit Connect

Dies ist ein weiterer Ford Condor, der 2020 für 32.500 US-Dollar verkauft wurde. Er gehörte zuvor dem Vorstandsvorsitzenden von McLaren-Motoren Das Fahrzeug wurde einst während der Rennen für Hospitality-Zwecke genutzt. Beim Verkauf handelte es sich um ein sogenanntes rollendes Restaurierungsprojekt. Es ist mit dem Standardmotor ausgestattet, einem 390-Kubikzoll-V8-Motor mit Cruise-O-Matic-Automatikgetriebe.

Der Ford Condor II basierte auf einem Fahrgestell der Ford P-Serie, die für Verteilerfahrzeuge verschiedener Größenklassen verwendet wurde. Der Condor II gilt als sehr schweres Fahrzeug. Ob dies auf das tatsächliche Gewicht oder auf die im Verhältnis zum Fahrgestell zu schwere Karosserie zurückzuführen ist, ist nicht bekannt – jedenfalls muss der V8-Motor an Steigungen ordentlich arbeiten.
Es ist vielleicht nicht das Auto, mit dem man den Trollstigen befahren würde, aber es zieht garantiert Blicke auf sich, wenn man auf einem Campingplatz ankommt. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man seine Fäkalien nicht in den Überlaufbehälter entleert. Das kann zu einer Explosion führen. Genau das ist passiert, als Eddie es getan hat.
Gott sei Dank!



