
Ferrari hat mehrere Schritte unternommen, um einen elektrischen Supersportwagen mit ähnlichen Fahreigenschaften und ähnlichem Fahrspaß wie Fahrzeuge mit 8 und 12 Zylindern zu entwickeln. In den sozialen Medien reißt die Kritik an Ferraris neuem Modell jedoch nicht ab. Hätten sie es anders machen können?
Es besteht kein Zweifel, dass wir in der Automobilindustrie vor einem technologischen Wandel stehen. Wann dieser eintreten wird, ist jedoch ungewiss. Dass Ferrari jetzt ein Elektromodell auf den Markt bringt, ist nicht verfrüht. Sie müssen erst beweisen, dass Elektroautos Fahrzeuge mit 12 und 8 Zylindern ersetzen können. Das ist keine leichte Aufgabe.
Auf dem Papier gehört der Ferrari Luce zu den schnellsten Fahrzeugen, die man auf öffentlichen Straßen fahren kann. Mit 1050 PS beschleunigt er in 2.5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, in 6.8 Sekunden von 0 auf 200 km/h – die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h. Viele werden sich fragen, ob das Fahrgefühl mit benzinbetriebenen Modellen mithalten kann. Wie wird die Kraftentfaltung gestaltet? Welchen Klang erzeugt er? Wie liegt der Wagen auf der Straße?

Echter Klang
Ferrari nennt es Authentischer, funktionaler KlangDie durch die Antriebswellen übertragenen Schallsignale werden ähnlich wie bei einem Gitarrenverstärker verstärkt. Dieses System ist nicht mit künstlich erzeugten Klängen anderer Automobilhersteller zu verwechseln. Laut Ferrari setzt es einen völlig neuen Standard für das NVH-Erlebnis (Geräusche, Vibrationen und Rauheit).
Paddel für Fahrvergnügen
Erwähnenswert sind auch die Schaltwippen am Lenkrad. Elektroautos haben zwar nur einen Gang, aber mit der Schaltwippe auf der rechten Seite lässt sich das Drehmoment steuern und somit die Kraftentfaltung beeinflussen. Das System wirkt sich auch auf das Geräusch des Antriebsstrangs aus, sollte aber nicht mit simulierten Gangwechseln verwechselt werden, die lediglich Geräusche erzeugen.
Mit dem Schaltpaddel auf der linken Seite lassen sich verschiedene Stufen der Bremsenergierückgewinnung steuern.

Aktive Fahrersysteme
Das Luce-Modell verfügt über vier Elektromotoren – zwei an jeder Achse, die jeweils ein Rad antreiben. Dies geschieht über ein System namens Torque-Vectoring Die Kräfte an jedem Rad werden unabhängig voneinander gesteuert, um optimale Bodenhaftung zu gewährleisten. Das System kann beispielsweise auch ein Rad abbremsen, um das Fahrzeug in engen Kurven zu stabilisieren.
Der Ferrari Luce ist außerdem mit den gleichen Fahrerassistenzsystemen wie die anderen Modelle ausgestattet. Unter anderem SSC (Seitenschlupfregelung)unabhängige 4-Rad-Lenkung Virtueller kurzer Radstand, Aktive Aerodynamik og Aktive Federung.
Ferrari hat das Thema Fahrerlebnisse zweifellos ernst genommen. Da diese aber in der Realität erlebt werden müssen, reißt die Flut negativer Beiträge in den sozialen Medien nicht ab.
Berechtigte Kritik?
Wer von Ferrari einen protzigen Sportwagen erwartet, wird enttäuscht sein. Der Ferrari Luce ist über 5 Meter lang, 2 Meter breit und stolze 1,54 Meter hoch. Die großen Räder (23 Zoll vorn und 24 Zoll hinten) verleihen dem Wagen trotz seiner 5 Sitze, 5 Türen und einem Kofferraumvolumen von sage und schreibe 597 Litern eine sportliche Note. Hier ist die Rede von einem echten Familienauto.

Hochhausplattform
Bilder des Chassis zeigen, dass der Wagen hoch gebaut ist – viel zu hoch für eine Sportwagenkarosserie. Welche Strategie hat Ferrari gewählt?
Sie möchten sich in einer neuen Fahrzeugklasse etablieren?
Durch die Einführung des neuen Elektroantriebs in einer neuen Fahrzeugklasse lassen sich Spekulationen vermeiden, die den Absatz bestehender Modelle beeinträchtigen könnten. Als das Unternehmen den 206 GT – ein Fahrzeug mit „nur“ einem Sechszylinder-Motor – auf den Markt brachte, wurde er Dino (nach Enzo Ferraris Sohn) genannt, um den Markt für die großen V12-Modelle nicht zu gefährden. Eine ähnliche Argumentation könnte erklären, warum das Unternehmen sein erstes Elektromodell in einer völlig neuen Fahrzeugklasse einführt.

Eine Zukunft mit Hochhäusern?
Man könnte auch annehmen, dass Ferrari sich für eine Crossover-/SUV-Plattform entschied, weil es keine bessere Alternative gab – oder sie schlichtweg für die beste Lösung hielten. Lotus wählte für sein sportliches SUV-Modell eine Hochdachplattform. ElektrischEs gibt jedoch mehrere unauffällige elektrische Sportwagen – wie zum Beispiel Aston Martin Walhalla, MG Cyberster og Taycan PorscheAuch Tesla setzt bei all seinen Modellen auf flache Plattformen. Daher ist es nicht auszuschließen, dass Ferraris nächstes Elektroauto ein flacher und kompromissloser Supersportwagen sein wird.

Der Trend ist eindeutig. Der neue Renault 5 E-Tech wurde als Kleinwagen präsentiert, ist aber tatsächlich als kompakter SUV konzipiert. Ähnlich verhält es sich mit dem Nissan Leaf und dem Ariya, um nur einige unserer neuen Pkw zu nennen. Auch die Flut neuer chinesischer Modelle zeigt diesen Trend. Sollte sich dieser Trend auch auf die heutigen kompromisslosen Supersportwagen ausweiten, könnte sich der Automobilmarkt grundlegend verändern.
Hoffen wir, dass das nicht passiert.

Siehe auch


Ferrari.com/en-NO/
Alle Bilder: Ferrari.














































































































Heute, 7. April, eröffnet Ferrari Land - ein neu errichteter Flügel des beliebten Vergnügungsparks PortAventura Park in Salou, eine Stunde südlich von Barcelona. Der Haupteingang ist wie eine solide rote Ferrari-Skulptur gebaut.
Salou ist nicht zuletzt für die Spanier selbst ein beliebtes Urlaubsziel. Unten in Richtung Cambrils gibt es schöne Strände. Ving verkauft Pauschalreisen, bei denen Sie am nur wenige Minuten entfernten Flughafen Reuss landen. Sie können es auch mit einem Aufenthalt in Barcelona kombinieren. Vom Flughafen (BCN) nehmen Sie den Luftzug vom Terminal 2 nach Sants, von dort aus den Zug nach Salou. Die Bahntickets erfreuen sich großer Beliebtheit, daher kann es sich lohnen, bereits am Vortag vorzubestellen 
















