
Ich kann mir vorstellen, dass die Politiker mit der Abschaffung der Einmalsteuer und der Mehrwertsteuer auf Elektroautos Modelle wie den ID.3 fördern wollten. Nicht zu teuer, nicht zu groß, aber dennoch groß genug für viele Familien. Ein echtes Volksauto.
Wer kauft den ID.3?
Die dem ID.3 größenmäßig am nächsten kommenden Modelle sind die koreanischen Topseller Hyundai Kona und KIA e-Soul. Der ID.3 scheint auf dem Papier kein besseres Auto zu sein, hat aber den Vorteil, dass er die erste Wahl ist, wenn tausende Golf-Besitzer das Auto wechseln wollen. Allerdings mag es einigen Kunden nicht gefallen, dass der ID.3 über einen Hinterradantrieb verfügt. Die meisten von uns sind es gewohnt, mit Frontantrieb zu fahren. Hyundai und KIA haben Frontantrieb. Wir glauben, dass Besitzer früher BMW i3 viele Ähnlichkeiten im ID.3 finden werden. Manche würden den ID.3 vielleicht gerne mit den Heckantriebsversionen des Tesla Model 3 vergleichen.
Praktisches Sortiment
Mit einer 58-kWh-Batterie beträgt die Reichweite 420 km nach WLTP. Wir hatten eine Außentemperatur von rund 6 Grad, salzigen und nassen Straßenbelag und kalten Schnee. Nach 171 km meldete uns die Reichweitenanzeige, dass wir noch 209 km vor uns hatten. Die theoretische Reichweite würde somit 380 km betragen, was mit der Reichweitenangabe von Volkswagen für den Winterbetrieb von 300–350 km übereinstimmt. Wir folgten dem Sonntagsverkehr knapp unterhalb der Geschwindigkeitsbegrenzung. Hätten wir den gleichen ruhigen Fahrstil beibehalten, hätten wir problemlos 270–280 km zurücklegen können, bevor wir ans Aufladen gedacht hätten. Es liegt voll und ganz auf Augenhöhe mit den Besten.

Lade
Der Volkswagen-Konzern baut mit Ionity sein eigenes Ladenetz aus. Obwohl Ionity-Ladegeräte vielerorts Einzug gehalten haben, fehlte in „unserem“ Auto die Funktion, Ladestationen auf dem Display zu finden. Dies wird wohl erst mit einem späteren Software-Upgrade geschehen. Software-Upgrades müssen vorerst beim Händler und nicht wie bei Tesla online durchgeführt werden. Schnellladen von leerer auf volle Batterie soll in jedem Fall mit 40 kW in nur 100 Minuten möglich sein. In der Praxis liefern heutige Schnelllader nicht mehr als 30-50 kW effektiven Ladestrom. Mit einem 11-kW-Wandlader dauert es 5 Stunden und 20 Minuten.
Einfache Sitze
Ich habe den ID.3 zum ersten Mal auf der Oslo Motor Show 2019 gesehen. Dann wurde mir gesagt, dass es ein Prototyp sei. Ich fand, dass diese Sitze wirklich einfach aussahen! Das gilt auch für die Sitze von heute ID.3. Viele Einstellmöglichkeiten habe ich nicht gefunden, aber der Fahrersitz bot mir ganz guten Komfort – auch nach ein paar Stunden am Steuer. Ich bin ziemlich groß. Meine bessere Hälfte ist viel kleiner als ich und dachte, der Sitz würde sie dazu bringen, mit krummem Rücken zu sitzen. Eine verstellbare Lordosenstütze hätte ihren Sitzkomfort verbessern können.

Aussehen und Gefühl
Der Innenraum ist minimalistisch und modern. Es erinnert an den BMW i3. Die beiden Bildschirme und der Gangwahlschalter auf dem Armaturenbrett. Aus der Fahrerposition befindet es sich direkt hinter dem Scheibenwischer. Es kam vor, dass die Scheibenwischer einen Schwung bekamen, bevor die Hand den Wählhebel fand. Als Material für den Innenraum wurde gewöhnlicher Kunststoff gewählt, der durch das schöne Design, die abgestimmten Farben und die blaue Stimmungsbeleuchtung jedoch üppig wirkt.
Wie bei anderen modernen Autos ist fast alles konfigurierbar und es gibt mehrere Fahrmodi. Ich habe mich dafür entschieden, dem Sonntagsverkehr im „Comfort“-Modus zu folgen und den „Lane Assist“ ausgeschaltet.
Unterwegs
Über den Feldern bei Romerike wehte eine frische Brise. Wir konnten spüren, wie der Wind das relativ große Auto erfasste. Aber es lässt sich leicht auf der Straße platzieren und dank der Bodenbremse ist es einfach, eine konstante Geschwindigkeit beizubehalten, ohne den Tempomaten zu verwenden. Der Geräuschpegel ist angenehm niedrig, allerdings war ich mit der Innenraumakustik nicht ganz zufrieden. Gewöhnliche Sprache verschwindet im Weltraum wie in einem ungepolsterten Fahrzeug. Zudem scheint die Kabine gegenüber dem Verkehr draußen schlecht schallisoliert zu sein. Da das Motorgeräusch fehlt, kann das Klangbild leicht durch unerwünschte Geräusche ersetzt werden. Es vermittelt einen Hauch von Billigauto-Feeling.

Zuschaltbares regeneratives Bremsen
Der ID.3 ist nicht für das Fahren mit einem Pedal ausgelegt. Beim Fahren mit Wählhebelstellung „D“ verringert sich die Geschwindigkeit nur geringfügig, wenn Sie vom Gas gehen. So können Sie frei rollen, wenn die Straße es zulässt. Das vermisse ich bei Autos mit Ein-Pedal-Antrieb. Beim freien Rollen wird keine oder nur sehr wenig Energie zurückgewonnen, aber auch nichts verbraucht. Durch Kippen des Wählhebels in „B“ erhalten Sie eine künstliche Motorbremse, wenn Sie vom Gas gehen. Ich bin davon überzeugt, dass man die Reichweite erweitern kann, indem man gegebenenfalls zwischen freiem Rollen und künstlicher Motorbremsung wechselt.
Wie bei anderen Elektroautos liegt der Akku flach unter dem Boden zwischen den Achsen. Der Motor befindet sich in der Hinterachse. Der relativ kleine vordere Motorraum ist gefüllt mit Technik, Elektronik und Servicepunkten.
Räumliche Bedingungen
Dort lässt sich nichts verstauen. Der Kofferraum wirkt im Vergleich zu anderen Elektroautos überraschend tief und geräumig. So passen problemlos zwei ordentliche Koffer hinein, ohne dass die Rücksitze umgeklappt werden müssen. Auf dem Papier ist der Kofferraum genauso groß wie der des Golf. Im Innenraum fühlt sich der ID.3 größer an als der Golf. Die markanten A-Säulen und die Dachhöhe vermitteln ein gutes Raumgefühl. Obwohl der gefühlte Platz größer ist als im Volkswagen Golf, ist der tatsächlich nutzbare Platz in etwa gleich. Der ID.3 punktet mit viel Beinfreiheit im Fond, kann aber weder einen Anhänger ziehen noch etwas auf dem Dach transportieren.

Sicherheit
Der ID.3 wurde im Crashprogramm von Euro NCAP getestet. Am Ende lag die Punktzahl bei Erwachsenen bei 87 %. Das ist das Gleiche wie beim Hyundai Kona, aber weitaus schlechter als beim Volkswagen Golf (95 %) und beim Tesla Model 3 (96 %). Der Fahrer im ID.3 erlitt bei einem Frontalaufprall gegen ein asymmetrisches Hindernis auf der linken Seite Brustverletzungen. Bei einem Seitenaufprall auf eine Säule wurden außerdem Brüche in den Rippen des Fahrers gemessen. Der ID.3 verfügt über einen zentralen Airbag, der dafür sorgt, dass die Passagiere beispielsweise bei einem Seitenaufprall miteinander kollidieren. Dieser hat gut funktioniert. Hervorgehoben wurde auch, dass die Notausautomatik funktionierte und alle Modelle über ein automatisches E-Call-System verfügen. Die Passagiere vorne und hinten sind gut vor Schleudertrauma geschützt.
Schlussfolgerung
War es das Ziel der Politik, dass „jeder“ teure Autos wie Tesla, Audi und Jaguar kaufen sollte? Kaum. Doch bislang ist das Angebot an modernen Elektroauto-Modellen in der Golf-Klasse dürftig. Die bisherigen Verkaufszahlen deuten darauf hin, dass der ID.3 eine Lücke füllt. Nicht nur wegen des Preises, sondern auch, weil es gesunden Menschenverstand und guten Geschmack ausstrahlt – einfach und unprätentiös.
Verfügt der ID.3 über die gleichen Qualitäten, die den Golf bei seinem Erscheinen vor über 40 Jahren zum Erfolg führten?
Fakten – Volkswagen ID.3 Pro
Gewichte und Maße
Länge, Breite, Höhe: 426 / 181 / 155 cm
Radstand: 277 cm
Nettogewicht: 1719 kg (ohne Fahrer)
Anzahl der Sitzplätze: 5
Maximales Anhängergewicht: Nicht zulässig
Gepäckraum: 385 Liter
Dachlast: Nicht zulässig
Antriebsstrang
Batteriesatz: LC Chem 58 kWh wassergekühlt
Motor: Elektrisch, in der Hinterachse untergebracht
Leistung: 204 PS
Drehmoment: 310 Nm
Getriebe: Stufenlos.
Heckantrieb.
Aufführungen
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
0-100: 7,9 Sekunden
Rekkevidde
WLTP: 420 km
Geschätzter Sommer: 350-420 km
Geschätzter Winter: 300-350 km
Deck
Dimension: 215/55R18 T
Typ: Winter ohne Ähren
Marke: Viking Contact 7
Über das Auto
Herstellungsort: Zwickau, Deutschland
Eigentümer: Møller Bil
Über die Hyre-App gemietet
Modell: 2021
Kilometerstand: Neu
Gefahrene Kilometer: 171
Quelle: VW-Nr, vw.de
ID.3-Fotos




Siehe auch

Cupra geboren
Der Cupra Born wirkt robuster und wirkt innen luxuriöser. Das Merkwürdige ist, dass er nicht mehr kostet als der ID.3. Wer möchte schon den ID.3 kaufen, wenn man ihn zum gleichen Preis bekommt? Mehr sehen






















Heute beherbergt das rote Gebäude Häuser 






























































































