Kann ein in Barcelona gebauter SUV, der auf dem Allradantrieb von Volkswagen (Haldex 4) und dem Antriebsstrang des A5 basiert, im winterlichen Norwegen geeignet sein? Es ist ein Daumen hoch, besonders im Winter.
Look-and-Feel
Der Q3 hat ein Aussehen, das man entweder lieben oder hassen kann. Auf jeden Fall sieht er teuer aus – teurer als sein identischer Zwilling, der Volkswagen Tiguan. In dieses Auto setzt man sich nicht hinein, sondern direkt hinein. Mit Audi-Sportsitzen in Leder/Alcantara, Aluminiumeinsätzen im Innenraum, Bose-System, erweiterter Innenbeleuchtung und Navigation fällt der Eindruck in Richtung Premium und Luxus. Im Innenraum verfügt dieser SUV über ein paar feminine Details, nämlich ein eher klein wirkendes Lenkrad und einen winzigen, ovalen Innenspiegel. Es ist wahrscheinlich an die geringe Sicht aus der Heckscheibe angepasst.
Auf der Bedienseite gibt es ein paar Minuspunkte. Die Tasten für Defroster und Heckscheibenheizung sind viel zu weit unten platziert. Schließlich handelt es sich um Knöpfe, die in Norwegen häufig verwendet werden. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sich das Bedienrad für das Infotainmentsystem und die Navigation zwischen den Sitzen statt oben auf dem Armaturenbrett befindet.

Freude am Fahren
Der Antriebsstrang ist ideal für dieses Auto: Common-Rail-TDI mit 177 Pferden und Audis S-tronic 7-Gang-Getriebe. Hinzu kommt ein Motoreinbau, der auch im neuen A6 zu finden ist. Ein ausgezeichnetes Paket!
Wenn Sie den Q3 fahren, werden Sie daran erinnert, dass Sie hoch sitzen. Das Auto rollt recht leicht, ohne dass es sich unsicher anfühlt. Man muss sich nur festhalten. Aber selbst wenn man auf Sportsitzen sitzt, fühlt es sich nicht sportlich an. Es macht tatsächlich mehr Spaß, das Auto aktiv in der Stadt zu fahren, als auf einer kurvigen Landstraße. Wie erwähnt sitzt man im Q3 weit oben. Höher als beim Konkurrenten BMW X1. Aufgrund der Höhe lässt sich das Auto jedoch auch auf engstem Raum leicht manövrieren, und zusammen mit dem Automatikgetriebe ist es sehr einfach zu fahren. Bei winterlichen Bedingungen und auf schlechten Straßen fühlt sich das Auto perfekt an. Perfekt.
Eine Kleinigkeit, die es stört, ist das Start-Stopp-System. Dies funktioniert perfekt bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe, bei denen Sie den Motor durch Drücken der Kupplung aktivieren. Bei diesem Auto wird der Motor durch Lösen der Bremse aktiviert. Das Problem besteht darin, dass der Sensor startet, wenn der Druck auf das Bremspedal gelöst wird, lange bevor das Auto rollt. Das bedeutet, dass Sie das Auto an der Ampel oft versehentlich starten. Die Funktion kann – und muss – über einen separaten Taster abgeschaltet werden.
Komfort
Beim getesteten Auto steht der Komfort im Vordergrund, nicht die Sportlichkeit. Es besteht die Möglichkeit, vorne eine sehr bequeme Sitzposition zu wählen. Das Fahrwerk des Wagens nimmt große und kleine Unebenheiten weg, selbst wenn wir auf 18-Zoll-Felgen rollen. In der Kabine ist kaum Lärm zu hören. Auch auf der Rückbank ist der Sitzkomfort gut.
Ort
Der Q3 basiert auf der Karosserieform des A3 Sportsback. Es ist kein großes Auto, aber in der Kabine fällt es nicht auf. Überall herrscht gute Beinfreiheit, auch wenn ich mit meinem 1,88 hinter mir sitze und der Fahrersitz auf der niedrigsten Höhe ist. Platzmangel kann es im Kofferraum geben, denn die Heckscheibe ist so geneigt, dass es schwierig ist, einen normalen Koffer im Stehen zu transportieren. Durch den Kofferraum eignet sich der Q3 bestens für kleine Familien, die keinen Kinderwagen transportieren müssen.
Obwohl es Platz wegnimmt, gefällt mir die schräge Heckscheibe. Es weckt Erinnerungen an die frühen Avants.
Sicherheit
Man fühlt sich sehr sicher, wenn man dieses Auto fährt. Mit dicken SUV-Reifen funktionieren die Bremsen gut. Mit dem Allradantrieb sind Ihnen Stabilität und Fortschritt auf schlechten Straßen garantiert. Insgesamt ist die aktive Sicherheit sehr gut. Zur Klarstellung möchte ich erwähnen, dass der Q4 nicht das permanente Quatro-System von Audi verwendet, obwohl er ein Quatro-Emblem im Grill trägt. Der Allradantrieb basiert auf Haldex 3, der neuesten Version eines Systems, das die Hinterräder bei Bedarf zuschaltet – oder besser gesagt, kurz bevor die Räder das Dach loslassen. Ansonsten handelt es sich um die gleiche Lösung, die auch Volkswagen und Skoda verwenden, und sie funktioniert hervorragend.
Sie sitzen hoch über kleineren Autos. Darüber hinaus hat Audi natürlich alle modernen Sicherheitsfeatures eingebaut. Der Q3 kann mit adaptiver Geschwindigkeitsregelung, Spurverlassenswarnung und Totwinkelwarnung geordert werden. Dies war im Testwagen nicht verbaut.
Wirtschaft
Wenn Sie einen Q3 kaufen möchten, müssen Sie viel Geld ausgeben. Vergessen Sie das Einstiegsmodell ohne Allradantrieb. Wer sich den Aufpreis für den Allradantrieb sparen möchte, sollte stattdessen über den Volkswagen Tiguan nachdenken. Darüber hinaus müssen Sie mit 4 bis 4 NOK für die notwendige Zusatzausrüstung rechnen. In den ersten Jahren müssen Sie mit einem relativ hohen Wertverlust rechnen.
Positiv an den 2.0 TDI von Audi/Volkswagen ist zu erwähnen, dass die Motorleistung keinen Einfluss auf den Dieselverbrauch hat. Die 177 Pferde sind sozusagen preisgünstig.

- Fantastischer Antriebsstrang
- Sehr einfach zu fahren und übersichtlich
- Hohe aktive Sicherheit
- Start & Stop funktioniert mit Automatikgetriebe nicht gut
Bilder






Siehe auch





