
BYD forscht seit mehreren Jahren an der „Blade“-Technologie. Die größten Vorteile sind ein erhöhter Brandschutz und eine dichtere Verpackung, sodass sie weniger Platz beanspruchen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie LFP-basiert sind, also auf Lithium, Eisen und Phosphor basieren – oder anders ausgedrückt: Sie enthalten nicht Nickel wie andere Lithium-basierte Batterien (NCM/NCA). Heutzutage kann Nickel problematisch sein, da auf Russland ein großer Teil der Produktion entfällt.
Erhöhter Brandschutz

Die Brandsicherheit der Blade-Batterien wurde von mehreren Personen getestet. Man dringt mit einem spitzen Metallgegenstand in eine Zelle ein. Die Klingenzelle gibt dann ein „Plopp“ und Rauch ab, aber kein Feuer. Wenn man das Gleiche mit einer normalen Lithiumzelle macht, explodiert die Zelle in einem Magnesium-weißen Licht. Man kann sich vorstellen, welche Folgen dies in einem Auto haben könnte, beispielsweise durch das Überfahren eines spitzen Metallgegenstandes.
BYD liefert Batterien an Tesla
Heutzutage verfügen alle BYDs über Tang-Blade-Batterien. Außerdem gibt es den neuen Tesla SR+ (Standard Range Plus). Auch sie beziehen ihre Batterien von BYD. „Alle“ sprechen von „Solid State“-Batterien ohne flüssige Elemente, die sie sowohl leichter als auch weniger sperrig machen. Lange wurde darüber spekuliert, ob Toyota sich für „Solid State“ entscheiden sollte. Man könnte wohl sagen, dass Blade ein Schritt auf dem Weg zum „Solid State“ ist.
Subarus neuer Allradantrieb
Toyotas neues Elektroauto-Modell bZ4X (jenseits der Null-Vier-Marke) ist eine willkommene Ergänzung für elektroautohungrige Toyota-Fans. Der Subaru Solterra ist im Wesentlichen das gleiche Modell wie der bZ4X. Beide Modelle werden als Front- oder Allradantrieb mit separatem Elektromotor an den Hinterrädern produziert. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass letztere Variante bei uns zu Hause am beliebtesten sein wird. Da sich Subaru zum Ziel gesetzt hat, ausschließlich Fahrzeuge mit Allradantrieb zu liefern, ist es nicht undenkbar, dass das Unternehmen auf den Frontantrieb in seiner Modellpalette verzichtet. Sie werden das Allradsystem weiterhin als X-Mode vermarkten, obwohl das System von Solterra nicht das gleiche ist wie bei den Fossil-Modellen. Audi tat dasselbe, als sie ihren e-tron auf den Markt brachten Vier. Aber die heutige Lösung mit einem separaten Elektromotor für die Hinterräder und einem elektronisch gesteuerten Fahrprogramm für Schnee und Gelände funktioniert wahrscheinlich genauso gut wie die „alten“ 4-Rad-Systeme. Die Systeme von Audi und Subaru gelten seit vielen Jahren als die besten der Welt.

Die Offroad-Eigenschaften wurden nicht vergessen
Toyota und Subaru sprechen zwei unterschiedliche Kundengruppen an. Subaru-Besitzer werden wahrscheinlich strengere Anforderungen an die Geländetauglichkeit stellen. Viele Menschen möchten wahrscheinlich ihren Forester oder Outback austauschen und nicht riskieren, dass die Akkus beim ersten Ausflug in die Hütte kaputt gehen. Toyota (und Subaru) haben an den Offroad-Eigenschaften gearbeitet, einschließlich des Fahrens im Wasser. Die Bodenfreiheit des Solterra beträgt ordentliche 20 cm und ist damit immer noch 2 cm niedriger als beim Forester und Outback. Allerdings müssen die Batterien so in tragende Strukturen eingebaut werden, dass sie von der Unterseite her geschützt sind. Der Forester wiegt übrigens „nur“ 1600 kg im Vergleich zum Solterra, was am Ende bei etwa 2 Tonnen zu liegen scheint.
Lenkung per Kabel
Eine weitere Raffinesse beim neuen bZ4X und Solterra ist das „Steering-by-wire“, also ohne mechanische Übertragung zwischen Lenkrad und Rädern. Laut Toyota soll das neue System ein besseres Lenkgefühl als herkömmliche Lenkungen liefern. Darüber hinaus wird Toyota anstelle eines Lenkrads Joysticks wie im Flugzeug anbieten (optional). Laut Toyota soll man beim Fahren beide Hände am „Lenkrad“ behalten können, ohne die Arme verschränken zu müssen. Subaru wird eine solche Lösung nicht anbieten.
Mittlere Reichweite
Die beiden neuen Modelle von Toyota und Subaru werden den Volkswagen ID.4, Audi Q4 und Skoda Enyaq hinsichtlich Größe und Leistung herausfordern. Toyota/Subaru kann mit zwei Batteriepaketen geliefert werden, eines mit 71,4 kWh für Fahrzeuge mit Frontantrieb – und eines mit 72,8 kWh für Fahrzeuge mit Allradantrieb. Derzeit gibt es viele „gehypte“ Informationen über Reichweiten. Autos mit Allradantrieb werden nach Angaben aller Sonnenmarken zwischen 440 und 460 km WLTP zurücklegen. Erfahrungsgemäß liegt die praktische Tagesreichweite bei 4/5 der angegebenen Werte, in diesem Fall zwischen 350 und 370 km.

Viele der Kunden für den Toyota bZ4X dürften vom Toyota RAV4 kommen. Sie werden sich im Elektroauto wohlfühlen. Auch Subaru-Besitzer, die auf den Solterra umsteigen wollen, werden sich vermutlich wohlfühlen, sofern die Kabine nicht zu ruppig ist.


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