
Als Carina auf Frontantrieb umstieg, nannte Toyota das Auto schlicht und einfach Carina II. Und Carina II wurde zumindest in Norwegen mit offenen Armen empfangen. Es entwickelte sich schnell zu einem der Bestseller – ein typisches Familienauto, das mit dem Ford Sierra, dem Volkswagen Golf und dem Toyota Corolla konkurrierte.
Der erste Carina II kam 1984 hierher, erhielt aber bereits im folgenden Jahr ein leichtes Facelift. Die einzige sichtbare Änderung war ein neuer Grill, vielleicht um die Linien etwas weicher zu machen. In den 80er Jahren begannen die Konkurrenten, rundere Formen zu bekommen, zum Beispiel der Ford Sierra im Jahr 1983 und der Opel Kadett im Jahr 1985. Die erste Ausgabe des Carina II (intern T150) wurde nach nur 4 Jahren durch ein neues Modell mit runderen Formen ersetzt, aber immer noch Carina II genannt (interner T170).
Meiner Meinung nach harmoniert das Heck der Liftback-Version nicht so gut mit dem Rest des Autos. Es sieht so aus, als hätte jemand das dreieckige Fenster und die hintere Tür auf eine bestehende viertürige Version gezeichnet, um Entwicklungskosten zu sparen. Aber verständlicherweise war es die Liftback-Edition, die sich in Norwegen am besten verkaufte. Dies war das erste moderne Toyota-Mittelklasseauto, wie wir es kennen.
Carina II hat die gute, alte Toyota-Qualität. Das sind Gebrauchtwagen, die einfach fahren und fahren und die fast unmöglich zu töten sind. Wenn sie dennoch in der Presse landen, liegt das zum Teil am Rost und daran, dass nur wenige daran dachten, es sei sinnvoll, Carinas für die Nachwelt zu pflegen – ein Schicksal, das sie mit anderen typischen Gebrauchtwagen teilen.
Es wird immer schwieriger, die erste Carina II (T150) aufzuziehen. Neulich bin ich auf ein Exemplar mit dem 1,8 GLI gestoßen, einem 101 PS starken Einspritzmotor. Das Alter ist nicht nur am Design deutlich zu erkennen, sondern auch am Lack, der die Spuren trägt, dass er jahrelang ohne Pflege im Freien gestanden hat.
Warum behalten so wenige Kopien der beliebtesten Modelle?





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