
Als die Bilder einer Kopie eines chinesischen Volksautos in den sozialen Medien verbreitet wurden, dachten alle, dass Volkswagen es nicht mehr anbieten würde. ORA „Punk Cat“ war ein viertüriges Volksauto mit Elektromotor. Jetzt wird es in Produktion genommen.
Great Wall Motors
GWM ist nicht irgendjemand in der chinesischen Automobilindustrie. Volkswagen auch nicht. Ich weiß nicht, welche Verhandlungen hinter den Kulissen geführt wurden, aber die Parteien haben wahrscheinlich eine Einigung erzielt. ORA, das zu Great Wall Motors gehört, hat ohnehin geplant, im Jahr 6000 2023 Autos nach Deutschland zu exportieren. Zunächst geht es um eine schönere Version, die auf dem chinesischen Markt „Funky Cat“ heißt – oder „Good Cat“. Das Modell erscheint als Kompaktwagen in der Größe des Volkswagen ID.3.

Komme auch nach Norwegen
Für den Export von ORA-Fahrzeugen nach Schweden und Norwegen wurde eine Vereinbarung getroffen (sollte nur fehlen). Hier zu Hause wird Bilia für den Import und Vertrieb verantwortlich sein. Das erste Modell ist der ORA Funky Cat – oder 300 Pro und 400 Pro+, wie sie hier genannt werden. ORA hat auch eine größere Version im Sortiment, die ORA Lightning Cat heißt. Dieses Modell ist stark von Porsche inspiriert. Man spürt sowohl den Panamera als auch den Macan. Den Bildern nach zu urteilen sieht es fantastisch aus und verfügt außerdem über interessante Spezifikationen und Ausstattung. Aber – ehrlich gesagt – es braucht Mut, um in etwas herumzufahren, das wie eine Porsche-Nachbildung im Porsche-Land Norwegen aussieht.
Retro-Design und Pastellfarben
Von der Größe her liegt der ORA 300 Pro in der Mitte zwischen dem Opel Corsa-e und dem Nissan Leaf. Dies ist eine Größenklasse, die junge Käufer – und vielleicht insbesondere Frauen – anspricht. Das chinesische Marketing betont die femininen Aspekte des Modells, die in Form von Retro-Design und warmen Pastellfarben sichtbar gemacht werden. Versteh das nicht falsch. Die Autos sind technisch unübertroffen, auch wenn das Design von 1960 geprägt ist. Hätte Volkswagen seinen ID.3 im gleichen Design auf den Markt gebracht, hätte er den Markt sicher im Sturm erobern können.
Inspiriert von Volkswagen
Alle ORA-Modelle – „Funky Cat“ (300 Pro), „Ballet Cat“ (Volkswagen-Kopie) und „Lightning Cat“ (Porsche-Kopie) – sind von Ferdinand Porsche inspiriert. Das coolste Modell ist zweifellos der „Ballet Cat“ – zuvor als „Punk Cat“ auf den Markt gebracht. Er sieht aus, als hätte die VW-Blase heute ausgesehen, wenn sie noch produziert würde. Das Online-Magazin Jalopnik zeigt Volkswagens eigene Skizzen , wie ein viertüriger Volkswagen aussehen könnte, und es besteht kaum ein Zweifel, dass diese als Inspiration für ORA dienten.

Das Auto der Frau?
ORA Ballet Cat – oder wie auch immer es in Norwegen heißen wird – verfügt über einige interessante Funktionen, die speziell für Frauen geeignet sind. Eine der Funktionen, die möglicherweise auch in den anderen Modellen verfügbar sind, ist der „Guardian Mode“, ein diskreter Knopf unter dem Fahrersitz, den Frauen (und wahrscheinlich auch Männer) drücken können, um Hilfe zu rufen, wenn sie sich bedroht fühlen. Weitere Funktionen, die sich in Norwegen nicht so leicht vermarkten lassen, sind der „Lady Driving Mode“, der die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit besonders gutem Abstand zum vorausfahrenden Auto anwendet – und eine Selfie-Kamera (!) aktiviert, mit der sich der Fahrer während der Fahrt sehen kann. Die Funktion spielt auf die Tatsache an, dass Frauen schlechtere Autofahrer sind als Männer, was selbst unter Chinesen als umstritten gilt. Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass die ORA Ballet Cat mit einer Funktion namens „Warm Man Mode“ (direkt aus dem Chinesischen übersetzt) vermarktet wird, die laut ORA die Menstruationsbeschwerden lindern soll. Auf Knopfdruck werden das Lenkrad, der untere Teil der Rückenlehne und der Sitz beheizt.

ORA 300 Pro oder „Funky Cat“?
Wenn Chinesen westliche Namen verwenden, kann das schiefgehen, und zwar gewaltig. Aber der ursprüngliche Name des Modells, „Funky Cat“, ist meiner Meinung nach absolut fantastisch. Auf der ORA-Website wird der ORA 300 Pro nun jedoch als Euler Good Cat verkauft, benannt nach dem Physiker Leonhard Euler . Ich vermute, dass die chinesischen Marketingstrategen versuchen, eine Marke ähnlich wie Tesla aufzubauen. Die Modellbezeichnung „Good Cat“ klingt für mich auch gut. „Funky Cat“ klingt cooler, obwohl Rentner vielleicht einen konservativeren Namen bevorzugen würden. In Deutschland hat der Importeur bisher den ursprünglichen Namen „Funky Cat“ beibehalten, der gut zum Retro-Stil des Autos passt. Der norwegische Importeur hat sich für die Bezeichnungen „300 Pro“ und „400 Pro+“ entschieden, vermutlich um Assoziationen mit dem Volkswagen ID.3 Pro zu wecken. Schade, denn die chinesische „Katze“ hat etwas, das den Elektroautos von Volkswagen fehlt – nämlich Identität.
- Identität von Volkswagen übernommen.

Fakten zu ORA „Funky Cat“
Länge, Breite, Höhe: 424 x 183 x 160 cm
Die Autos können mit einem kleinen oder großen Batteriepaket geliefert werden.
Kleiner Akku (ORA 300 Pro): 49 kWh, 300 km (WLTP), 145 PS
Großer Akku (ORA 400 Pro+): 63 kWh, 400 km (WLTP), 171 PS
0-100: 8,3 Sekunden (großer Akku)
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h (großer Akku)
Von EuroNCAP im Jahr 2022 mit 5/5 Sternen getestet
Schutz für Erwachsene: 92 %
Schutz für Kinder: 83 %
Bericht (PDF-Format): Last ned
Quellen
Internationale Seiten von ORA EV
ORA norwegische Seiten
Aktualisiert: ORA Funky Cat in Norwegen

Mit Stand vom 05.04.2023 waren in Norwegen 7 ORA Funky Cat registriert. Eines dieser Autos ist auf den Fotos oben abgebildet. Es handelt sich um ein Modell mit der Bezeichnung ORA 400 Pro+. Er hat 171 PS, eine 63-kWh-Batterie und eine Reichweite von 400 km.
Siehe auch




